DIe Gabrinushalle und später das Colloseum waren wichtige Orte der Kultur in Freiburg. Brände, Krieg und Umbauten ließen die Originale vollständig verschwinden.
Die Gambrinushalle, hier um 1900 zu sehen, hatte eine Bierhalle im unteren Bereich des Gebäudes. Hier wurde das (noch) nebenan gebraute Löwenbier ausgeschenkt. Im oberen Bereich gab es einen prächtigen Saal.
Erbaut und betrieben wurde das Anwesen 1879 von Otto Back. Dieser verkaufte es 1886 an Louis Sinner den Betreiber der Löwenbrauerei. Seit 1899 trug der Saal dann den Namen Colloseum. Heinrich Stampfer betrieb ab 1893 die Gambrinushalle als Wirt. Er tat das auch weiterhin als er das gegenüberliegende Hotel Freiburger Hof übernahm
Im Jahr 1900 brannte das Gebäude und der Saal wurde zertört. Man erwarb ein Nachbargrundstück und errichtete das Gebäude neu mit dem selben Konzept: Unten ein Restaurant, immer noch Gambrinushalle genannt, im Stil einer französichen Brasserie, oben ein Saal.
Im oberen Teil des Gebäudes gab es nun (hier um 1903) einen noch prächtigeren Saal. Internationale Varietékünstler traten hier auf.
In den 1920er Jahren wurde der Saal zu einem Kino (Casino) umgebaut. Dieses galt lang als eins der schönsten Kinotheater in Baden. Zur Geschichte des Kinos hat die Badische Zeitung einen Artikel.
In den 70er Jahren gab es hier eine zeitlang ein Pornokino, was eigentlich verboten war und nur dank einer Gesetzeslücke funktionierte: Man kaufte eine Schachtel Pralinen für 15 Mark, dafür gab es eine Kinokarte geschenkt.
Die heutige Lage und Ansicht (Link führt zu Google Maps. Bewegen Sie die Maus mit gedrückter Maustaste, um die Ansicht zu bewegen)