Der Freiburger Hof war ein Luxushotel am Martinstor, das 1890 eröffnet wurde. Das Gebäude im franösischen Stil mit Mansardendach steht noch heute, allerdings dank der Kriegsschäden mit neuem Dachaufbau, in dem sich heute der Humboldtsaal befindet.
Diese Karte zeigt das Haus 1899. Alleridngs nahm sich der Künstler einige Freiheiten, denn das Haus steht nicht so frei, wie man auf den anderen Karten gut sieht.
Interessant auch das Martinstor, noch vor seiner Aufstockung viel kleiner erscheinend.
Heinrich Stampfer wird hier als Eigentümer erwähnt. Benedikt Hauser war der eigentliche Besitzer und Eröffner des Haues, aber er verstarb schon 1893. Heinrich Stampfer betrieb auch die gegenüberliegende Gambrinushalle.
Das Haus befindet sich heute an der Ecke Kaiser-Joseph-Straße und Humboldtstraße. Damals war die Adresse Kaisertraße 130. Im Jahr 1921 hatte man die Telefonummer 134. Die Gebrüder Kiechle werden hier als Eigentümer genannt und immerhin war kaltes Wasser fließend.
Über dem Speisesaal standen 62 Zimmer zur Verfügung.
Hier sieht man, vom Martinstor stadtauswärts blickend, wie eng zw. anderen Gebäuden der Freiburger Hof wirklich stand und auch heute steht. Viele der Postkarten hier nutzen die künstlerische Freiheit, um das Gebäude etwas freistehender erscheinen zu lassen.
Hier sieht man, 1923, den Blick in die Empfangshalle.
Im zweiten Weltkrieg wurde das Haus stark beschädigt und als Wohn- und Geschäftshaus wieder aufgebaut. Ein wesentlich kleineres Hotel Freiburger Hof gab es aber weiterhin im Gebäude.
Auch hier scheint es so, als führe die Kutsche in eine Humboldtstraße, in der weiter keine Gebäude stehen. Das Martinstor, nun 1907, hat seinen heute gewohnten Aufbau erhalten.
Ganz dreist wurden hier die Gebäude umgestellt. Wie man unten auf der heutigen Ansicht gut sieht, steht das Martinstor ganz sicher nicht am Ende der Humboldtstraße.
Ein weiterer Blick in die neue Halle von 1923.
Die Rückeite der Karte zeigt nun eine geänderte Telefnummer, 4134. Offensichtlich hat sich das Telefon schnell verbreitet und man benötigt nun schon vierstellige Nummern. Angepriesen werden auch die allabendliche Unterhaltungsmusik und die regelmäßigen Teekonzerte.
Die heutige Lage und Ansicht (Link führt zu Google Maps. Bewegen Sie die Maus mit gedrückter Maustaste, um die Ansicht zu bewegen)