Der Freiburger Hauptbahnhof hat eine lange Geschichte und hat essentiell zum Erfolg und Wachstum der Stadt beigetragen. Das obige Bild zeigt den Bahnhof im Jahr seiner Eröffnung 1845. 1841 begann die Erweiterung der Badischen Hauptbahn mit dem Anschluss Freiburgs von Riegel aus. Die erste Testfahrt mit 700 Personen in 21 Wagen fand am 26.7.1845 statt.
Auf dieser Postkarte von 1907 sieht der Bahnhof noch genauso aus wie bei seiner Eröffnung. Ursprünglich lag der Bahnhof außerhalb der Stadt. Dann siedelten sich Hotels und die Post in der Eisenbahnstraße und an der Bahnhofachse an und verbanden so die Stadt mit dem Bahnhof.
Ein ganz ähnliches Bild aus demselben Jahr, man blickt die Bahnhofsachse Richtung Süden.
Im Jahr 1901 wurde diese Postkarte verschickt. Etwas ungewöhnlich, aber durchaus üblich war es, die Briefmarke auf die Bildseite zu kleben.
"Weh, dass wir scheiden müssen!" So steht es hier auf der Karte unter dem Bild einer Musikapelle, die sich am Busbahnhof zu einem Foto versammelt hat. Sie hatten wohl 1901 eine schöne Zeit in Freiburg!
1914 geht hier der Blick gen Norden. Die Bäume zur Rechten sind teil der Flaniermeile vor dem Zähringer Hof.
Eine ähnliche Perspektive, aber deutlich betriebsamer aus dem Jahr 1911.
Der Künstler Dischler malte wohl 1899 diese schöne Bild vom Bahnhof im Schnee, im Hintergrund der Schönberg zu sehen.
Diese Perspektive ist etwas ungewöhnlicher, sie stammt von ca. 1910. Wohl von einem der Hotels an der Bahnhofsachse aufgenommen, sieht man zur Rechten das Hotel Sommer / Zähringer Hof. Man Blickt über das zentrale Bahnhofsgebäude hinweg Richtung Nordwesten, wo man viel vom Stühlinger sieht.
Hier, im Jahr 1918, ist die Blickrichtung recht ähnlich, man sieht aber mehr vom Busbahnhof und dem Beladebereich der Güterwagons.
Der Freiburger Bebauungsplan "Hinterm Bahnhof" legte den Grundstein für die Planung und Erbauung des Stadtteils Stühlinger. Zunächst siedelten sich dort Firmen und Gewerbe an, die zuvor in Herdern und der Wiehre waren, aber durch die dortige Wunschnutzung als Villenvierteil verdrängt wurden.
Am 27.11.1944 zerstörten die Bomben der Operation Tigerfish die Gleise und das Hauptgebäude nahezu komplett. Vor Ausbruch des 2. Weltkrieges wurde sogar noch eine deutliche Erweiterung des zu klein gewordenen Bahnhofs geplant und beinahe umgesetzt, aber die Förderung des Personenkraftverkehrs im 3. Reich lies die Zahl der Bahnreisenden dratisch einbrechen, sodass es nie zu der Erweiterung kam.
Nach dem Krieg dauerte es 4 Jahre bis ein provisorischer Neubau wieder eröffnet werden konnte. Dieses Provisorium hielt sehr lang, die zahlreichen Gründe können auf Wikipedia nachgelesen werden. Erst nach 50 Jahren Provisorium wurde dieses 1997 abgerissen. Am 29.9.1999 wurde der heutige Hauptbahnhof eröffnet.
Diese und die vorherige Postkarte stammen aus den 1950er/1960er Jahren und zeigen den "provisorischen" Neubau von 1949.
Die Karte wurde nicht verschickt aber von den Autos her geurteilt stammt sie aus der zeit als das Provisorium noch ganz neu war.
Die heutige Lage und Ansicht (Link führt zu Google Maps. Bewegen Sie die Maus mit gedrückter Maustaste, um die Ansicht zu bewegen)